Ziele

Warum Husaren?

Was, so werden Sie sich fragen, machen erwachsene Männer in einer alten Uniform? Was treibt sie dazu?

Dies in einem Satz zu beantworten wäre unmöglich. Daher möchten wir Sie ein wenig in die Beweggründe und unsere Aktivitäten - soweit sie nicht touristischer Natur sind, einführen.

Schon lange, bevor dies bei uns akut wurde, gab es - vor allem in Deutschland und England - Gruppen, die besondere Epochen der Geschichte nacherlebten und -spielten. Man nennt diese Personen neudeutsch Reenactors. Dabei handelt es sich einerseits um Personen, die historisch an diesen Zeiten interessiert sind, und andererseits auch diese Zeit leben wollen. Dabei bemüht man sich um ein möglichst hohes Maß an historischer Exaktheit. Wir wollen anderen Menschen vergangene Zeiten darbringen. Wir bezeichnen dies als eine Art experimentelle Archäologie.

HusarenWir sind keine Militaristen, sondern militär- und allgemeinhistorisch interessierte Mitbürger, die sich im speziellen mit der Kaisereit um das Jahr 1900 befassen, also jenem vergessenen Zeitraum von über 40 Jahre Frieden zwischen dem endenden 19. und dem beginnenden 20. Jahrhundert. Wir sind bemüht, das Leben in einem solchen Regiment wiederzubeleben, in dem ein großer Teil der Wehrpflichtigen des Kaiserreichs aus der heimischen Region sowie ein Großteil des katholisch-westfälischen Adels ihren Militärdienst geleistet hat.

Aber warum Husaren? Nun, gerade die Husaren waren im Kaiserreich sehr hoch angesehen. Obwohl ihre besten Zeiten - militärisch gesehen - längst vorbei waren, bestachen sie doch durch ihren bunten Rock. Ihre Uniformen bestimmten das Bild im östlichen Westfalen mehr als die der Infanterie und alt und jung, reich und arm mußten auch zum jungen Bauerssohn hinaufblicken. Und gerade weil einige von uns begeisterte Reiter sind oder waren, war es leicht, gerade auf die Husaren als Thema für unser Hobby zu kommen.

Um diese Traditionen möglichst vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern zugänglich zu machen, haben wir uns entschlossen, auf Schloß Rheder ein Husarenmuseum zu errichten. Nur so kann diese Zeit für uns und unsere Nachkommen bewahrt werden. Und in diesem Zusammenhang sind wir auf die Mithilfe aller angewiesen, die Beiträge zu diesem Museum leisten können.

Wir bauen auf Sie, Sie und Dich!

© 2003: Uwe Cassel und Christoph Otten